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Überschussstrom, der sich rechnet.

Netzeinspeisung für Solaranlagen – Vergütung und Ablauf in Bern

Anmeldung beim Netzbetreiber, aktuelle Rückliefertarife und wie Sie mehr aus Ihrer Anlage herausholen.

Solaranlage produziert Strom – aber nicht jede Kilowattstunde wird im Haushalt gebraucht. Was passiert mit dem Rest? Der fliesst ins Netz, und dafür zahlt Ihr Netzbetreiber einen sogenannten Rückliefertarif. Wie viel Sie wirklich bekommen, hängt davon ab, wer Ihr Netz betreibt, wie viel Sie selbst verbrauchen und ob Sie einen Speicher haben. Wir klären das vor der Planung, nicht erst nach der Montage.

Seit 2023 melden wir Photovoltaikanlagen in Bern, Köniz, Muri, Ostermundigen und der Region bei BKW, EWB und kleineren Gemeindewerken an. Die aktuelle Einspeisevergütung in der Region Bern liegt 2026 grob zwischen 6 und 12 Rappen pro kWh – je nach Netzbetreiber und Abnahmetarif. Bym Solar übernimmt die komplette Anmeldung, sorgt für den Herkunftsnachweis bei Pronovo und dimensioniert die Anlage so, dass Eigenverbrauch und Einspeisung wirtschaftlich zusammenpassen.

Einspeisevergütung
Netzanschluss
Rückliefertarif

Wie funktioniert die Netzeinspeisung einer Solaranlage in Bern?

Sobald Ihre PV-Anlage mehr Strom produziert, als im Haus gerade verbraucht wird, fliesst der Überschuss über den bidirektionalen Zähler ins öffentliche Stromnetz. Der Netzbetreiber misst die eingespeiste Menge und vergütet sie nach seinem aktuellen Rückliefertarif. In der Stadt Bern ist das in der Regel die EWB (Energie Wasser Bern), in den umliegenden Gemeinden meist die BKW oder das jeweilige Gemeindewerk. Die Tarife werden jährlich angepasst und liegen 2026 zwischen rund 6 und 12 Rp./kWh – teils mit Sommer- und Winterdifferenzierung.

Was viele unterschätzen: Der Rückliefertarif ist fast immer tiefer als der Strombezugstarif. Eine eingespeiste Kilowattstunde ist also wirtschaftlich weniger wert als eine selbst verbrauchte. Genau deshalb lohnt es sich, die Anlage nicht einfach möglichst gross zu planen, sondern auf das Lastprofil abzustimmen – und bei hohem Überschuss über einen Batteriespeicher nachzudenken. Wir rechnen beide Szenarien durch, bevor Sie unterschreiben.

Techniker in gelbem T-Shirt montiert Solarpanels auf einem Dach vor grünem Laub im Sonnenschein.
LEISTUNGEN IM DETAIL

Was wir bei der Netzeinspeisung für Sie übernehmen

Netzeinspeisung klären – wir rechnen Ihren Rückliefertarif durch.

Bringen Sie uns früh ins Projekt – idealerweise vor der definitiven Dachkonstruktion. Wir prüfen die MuKEn-Vorgabe, rechnen sinnvolle Varianten durch und liefern eine Offerte, die in Ihr Baukreditbudget passt.

Netzeinspeisung in Bern, BKW- und EWB-Gebiet

Wir melden Photovoltaikanlagen in Bern (EWB-Netz) sowie in Köniz, Ostermundigen, Muri bei Bern, Worb, Belp, Wabern, Ittigen, Zollikofen, Bolligen, Münchenbuchsee, Münsingen, Thun, Biel/Bienne und Burgdorf an. Die meisten dieser Gemeinden liegen im BKW-Netz, einzelne betreiben eigene Werke (z. B. Onyx Energie Mittelland, IBAarau-Region) mit abweichenden Tarifen. Wir kennen die lokalen Besonderheiten und wissen, welches Formular wohin gehört. Einen Überblick über unsere Leistungen für verschiedene Gebäudetypen finden Sie auf der Seite Solarenergie-Unternehmen Bern.

Was Sie zur Netzeinspeisung wissen sollten

Wie hoch ist die Einspeisevergütung aktuell?

Für 2026 liegen die Rückliefertarife im Raum Bern grob in diesem Rahmen: BKW zahlt Privatkunden mit Standardprodukt rund 8 bis 10 Rp./kWh, teils mit Saisondifferenzierung (Winter höher, Sommer tiefer). EWB bewegt sich in ähnlicher Grössenordnung, abhängig vom gewählten Rückliefermodell. Kleinere Gemeindewerke variieren stärker – manche zahlen 6 Rp./kWh, andere über 12 Rp./kWh. Die genauen Tarife veröffentlichen die Netzbetreiber jährlich. Wir schauen für Ihre Anlage konkret nach, was Sie bekommen, bevor die Anlage geplant wird.

Überschusseinspeisung oder Volleinspeisung – was ist sinnvoller?

Für private Einfamilien- und Mehrfamilienhäuser lohnt sich fast immer die Überschusseinspeisung: Sie verbrauchen so viel Strom wie möglich selbst und speisen nur den Rest ein. Volleinspeisung (alles ins Netz) ist wirtschaftlich nur in Sonderfällen interessant, etwa bei reinen Gewerbedächern ohne Eigenverbrauch oder wenn vor 2023 ein langfristiger KEV-Vertrag abgeschlossen wurde. Wer heute neu baut, fährt mit Eigenverbrauch plus Überschusseinspeisung praktisch immer besser.

Lohnt sich ein Speicher, um weniger einzuspeisen?

Oft ja – aber nicht immer. Ein Batteriespeicher hebt den Eigenverbrauchsanteil typischerweise von 25–35 Prozent auf 60–80 Prozent. Weil der Strombezugspreis deutlich über dem Rückliefertarif liegt, ersparen Sie sich teureren Netzstrom. Ob sich der Speicher für Ihre Anlage rechnet, hängt von Verbrauch, Anlagengrösse und Lebensdauer ab. Unsere Erfahrung: Ab etwa 5'000 kWh Jahresverbrauch mit Wärmepumpe oder Ladestation wird ein Speicher in den meisten Fällen wirtschaftlich.

Wie läuft die Anmeldung beim Netzbetreiber ab?

Ablauf in vier Schritten: Erstens Anschlussgesuch mit technischem Datenblatt einreichen. Zweitens auf die Bewilligung warten (typisch 2 bis 4 Wochen). Drittens Montage und Inbetriebnahme mit Fertigstellungsanzeige. Viertens Zählertausch durch den Netzbetreiber und freie Produktion. Parallel dazu läuft die Anmeldung bei Pronovo für die Einmalvergütung. Bym Solar erledigt alle Schritte für Sie, Sie bekommen am Ende ein vollständiges Dossier mit allen Bestätigungen.

Herkunftsnachweis (HKN) – was ist das und lohnt er sich?

Jede Kilowattstunde Solarstrom, die Sie einspeisen, kann separat als Herkunftsnachweis bei Pronovo registriert werden. Diese HKN können von Energieversorgern gekauft werden, die "Naturstrom"-Produkte anbieten. Für eine typische Einfamilienhaus-Anlage bringen HKN zusätzlich 0.5 bis 2 Rp./kWh – nicht viel, aber über 20 Jahre gerechnet eine spürbare Zusatzeinnahme. Die Registrierung bei Pronovo ist einmalig und überschaubar. Alle Details und die aktuellen Vergütungen finden Sie direkt bei Pronovo.

Bei grösseren Anlagen ab etwa 30 kWp – zum Beispiel auf Mehrfamilienhäusern oder Gewerbedächern – lohnt sich zusätzlich die sogenannte Direktvermarktung über spezialisierte Anbieter. Wir prüfen diese Variante nur, wenn sie wirtschaftlich tatsächlich Sinn ergibt. Für grössere Objekte passt oft auch ein ZEV-Modell – mehr dazu auf der Seite Solaranlage Mehrfamilienhaus Bern.

Wann brauchen Sie eine Einspeiseregelung?

In diesen Situationen ist die Netzeinspeisung ein relevantes Thema:

  • Sie planen eine neue PV-Anlage und wollen wissen, was der Überschuss bringt
  • Ihre bestehende Anlage speist viel ein, Sie wollen den Eigenverbrauch erhöhen
  • Sie wechseln den Netzbetreiber oder ziehen in ein neues Gebiet
  • Der Rückliefertarif Ihres Netzbetreibers wurde angepasst
  • Sie brauchen einen neuen Smart Meter oder bidirektionalen Zähler
  • Sie planen eine ZEV (Zusammenschluss zum Eigenverbrauch) im Mehrfamilienhaus
  • Sie wollen den Herkunftsnachweis für Ihren Solarstrom aktivieren
Large photovoltaic panel array

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